Kyōto

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Kyōto ist im Herbst für jeden Touristen und alle anderen, die sich irgendwie in Japan aufhalten, ein Muss. Denn es ist wirklich sehr schön, wenn sich die ganzen Blätter gelb, rot und organe färben. Ich bin zusammen mit meinem Freund vom Sprachkurs am 23.11. nach Kyōto gefahren. Das war ein Feiertag und somit war sowohl die Bahn, als auch Kyōto sehr voll.

Die Bahnfahrt ging erstaunlich schnell (1 1/4 Stunde). Es war gutes Wetter vorausgesagt, aber als wir ankamen waren dunkle Wolken am Himmel und kurz darauf hat es angefangen zu regenen. Doch zum Glück nur kurz und danach war es den ganzen Tag trocken. Wir haben uns dann auf den Weg zu den Tempeln gemacht, mit dem Hogon-in Tempel als erstes Ziel.

Doch weil dieser so bekannt ist (und weil Feiertag war), standen dort sehr viele Leute schlange. Also sind wir gleich weiter gegangen in der Hoffnung, dass bei den Tempeln weiter weg noch nicht so viele Leute sind. Als nächstes sind wir am Tenryu-ji Tempel vorbeigekommen. Ich hatte irgendwo gelesen, dass er ein Weltkulturerbe ist und da dachten wir uns: “dann kann der nur schön sein”. Die Schlange war auch nicht so lang und so sind wir in den Garten gegangen. Nur in den Garten, denn man muss für Tempel und Garten eintritt bezahlen. Außerdem waren wir ja hauptsächlich wegen der herbstlichen Landschaft da. Wenn man alle Tempel in Kyōto besichtigen würde, wäre man am Ende wahrscheinlich arm… Der Eintritt liegt meistens so um die 500¥ oder mehr. Aber ich muss sagen, dass sich das Geld auf alle Fälle gelohnt hat. Zwischendurch kam sogar die Sonne raus.

Allerdings waren wir irgendwie nicht schlau genug, um den Ausgang zu finden. Endlich gefunden liefen wir durch einen Bambuswald, der auch sehr beeindruckend war.

Der Weg durch den Bambuswald hat uns vorteilhafterweise in die Richtung geführt, in die wir sowieso wollten, zum nächsten Tempel. Bei der kleinen Wanderung ist uns sogar ein Regenbogen über den Weg gelaufen.

Beim Giō-ji Tempel angekommen mussten wir zum Glück nicht warten. Aber so weit halten die meisten Touristen wahrscheinlich nicht durch oder haben nicht genug Zeit. Dieser Tempel ist “berühmt” für seinen Moosboden und da dachte ich mir, dass sich das bestimmt lohnt. So war es auch, es war ein kleiner Tempel am Ende der Straße, abgelegen von dem größten Trubel.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen weiteren Regenbogen gesehen. Wir sind dann mit dem Bus in die Innenstadt von Kyōto gefahren, um dort etwas zu essen und das traditionelle Viertel Gion anzusehen.

Da Feiertag war, hatten leider viele Restaurants geschlossen. Da wir etwas aus Kyōto essen wollten, was nicht gleich den kompletten Geldbeutel sprengt, haben wir uns recht schwer getan etwas passendes zu finden. Das war das Ergebnis unserer Suche:

Gestärkt sind wir dann, durch ein paar Läden stöbernd, zu dem letzten Tempel gegangen. Im Shōren-in Monzeki war nämlich eine spezielle Illumination, die man ab Einbruch der Dunkelheit bewundern konnte. Inzwischen war es echt kalt geworden.

Zeit für ein Eis ist immer.

 

Nach einigen “Fotopausen” sind wir angekommen und durften erstmal 800¥ Eintritt bezahlen. Doch auch diesmal hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

 

Musik: Bittersweet by Podington Bear

Halb durchgefrohren sind wir danach zur nächsten Ubahnhaltestelle und haben uns prompt verfahren. Aber am Ende doch noch recht gut zurückgefunden.